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Wie wird die Operation durchgeführt?

Die Operation wird normalerweise ambulant durchgeführt.

Bei der herkömmlichen Operation des grauen Stars präpariert der Chirurg mit einer Klinge einen sehr kleinen Schnitt (2−3 mm) in die Augenhornhaut. Danach reißt er in der Regel mit einem feinen Instrument eine kreisrunde Öffnung in den Kapselsack, der die natürliche Augenlinse schützend umgibt. Dieser Kapselsack dient später als „Träger“ der zu implantierenden Kunstlinse. Als Nächstes bricht der Chirurg die Linse mit Instrumenten auf. Dann wird der Linsenkern mithilfe von Ultraschallenergie verflüssigt und gleichzeitig abgesaugt. Schließlich implantiert der Chirurg eine Kunstlinse in den bestehenden Kapselsack. Somit sitzt die neue Kunstlinse genau an der gleichen Stelle wie vorher die natürliche Augenlinse.

Die Kunstlinse, auch Intraokularlinse (IOL) genannt, wird gefaltet durch den kleinen Schnitt ins Auge gebracht. Sie hat kleine Bügel, die sie im Kapselsack verankern. Aufgrund technischer Verbesserungen ermöglichen moderne Intraokularlinsen ein zuverlässiges, scharfes und qualitativ ausgezeichnetes Sehen. Mit einigen Modellen können Sie sogar eine vorbestehende Hornhautverkrümmung oder Ihre Alterssichtigkeit korrigieren. Mehr Informationen zu den Kunstlinsen finden Sie unter „Linsenimplantate”.

Größenverhältnis Linsenimplantat zu Auge
Die Abbildung zeigt einen Größenvergleich zwischen dem menschlichen Auge und der künstlichen Linse.