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Glossar

Akkommodation

Damit auf der Netzhaut sowohl nahe liegende als auch entfernte Objekte scharf abgebildet werden können, muss die Brechkraft entsprechend angepasst und verändert werden. Diesen Vorgang nennt man Akkommodation. Dies wird durch die Verformbarkeit der natürlichen Linse gewährleistet.1
1Lang, Gerhard; Augenheilkunde Verstehen − Lernen −Anwenden, Georg Thieme Verlag 1998

 

Astigmatismus

Wird auch Hornhautverkrümmung genannt. Die Hornhaut ist nicht so regelmäßig gekrümmt wie bei einem Fußball, sondern wie bei einem Baseball. Patienten mit Astigmatismus sehen verzerrt.

Eiweiße

Eiweiße (Proteine) sind biologische Makromoleküle, die aus Aminosäuren durch Peptidbindungen aufgebaut werden. Proteine finden sich in allen Zellen und machen zumeist mehr als 50 % ihres Trockengewichts aus. Sie verleihen nicht nur Struktur, sondern haben als „molekulare Maschinen“ wesentliche Funktionen. Überwiegend aus Eiweiß bestehen so auch Muskeln, Herz, Hirn, Haut und Haare.

FDA

Die Food and Drug Administration (FDA) ist die behördliche Lebensmittelüberwachung und die Arzneimittelzulassungsbehörde der Vereinigten Staaten und ist dem amerikanischen Gesundheitsministerium unterstellt.

Fokus, Fokussierung

Der Fokus (aus dem Lateinischen: focus für „Feuerstätte“) oder Brennpunkt ist jener besondere Punkt eines abbildenden optischen Geräts, in dem sich die Strahlen schneiden, die parallel zur optischen Achse einfallen. Er befindet sich im Abstand der Brennweite auf der optischen Achse.

Als Fokussierung wird der Vorgang der Bündelung der Strahlen bezeichnet.

Hyperopie

Wird auch Weitsichtigkeit genannt. Das Auge ist entweder zu kurz und/oder die Brechkraft der Linse ist zu schwach. Weitsichtige können in der Ferne gut sehen und sehen in der Nähe nur verschwommen.

Intraokularlinse

Eine Intraokularlinse (aus dem Lateinischen: intra = innerhalb und oculus = Auge), kurz als IOL, ist eine künstliche Linse im Auge. Meist wird sie nach Entfernung der natürlichen Linse im Rahmen der Operation des grauen Stars implantiert.

Kapselsack

Eine dünne Membran, die die natürliche Linse des Auges umschließt.

Katarakt

Wird auch grauer Star genannt. Die Katarakt tritt typischerweise im Alter auf. Die natürliche Linse wird trüb und gelb, das Sehen wird mit der Zeit immer schlechter bis hin zur Erblindung.

Laser

Laser (Akronym für engl. light amplification by stimulated emission of radiation „Licht-Verstärkung durch stimulierte Emission von Strahlung“) ist ein Begriff aus der Physik. Er bezeichnet sowohl den physikalischen Effekt als auch das Gerät, mit dem Laserstrahlen erzeugt werden.

Laserstrahlen sind elektromagnetische Wellen. Laser haben zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten in Technik und Forschung sowie im täglichen Leben, vom einfachen Lichtzeiger (z. B. Laserpointer bei Präsentationen) über Entfernungsmessgeräte, Schneid- und Schweißwerkzeuge, die Wiedergabe von optischen und akustischen Speichermedien wie CDs, DVDs und Blu-ray-Discs, Nachrichtenübertragung bis hin zum Laserskalpell und anderen Laserlicht verwendenden Geräten im medizinischen Alltag.

Makuladegeneration

Unter dem Begriff Makuladegeneration wird eine Gruppe von Erkrankungen des Auges zusammengefasst, die die Macula lutea („der Punkt des schärfsten Sehens“) – auch „gelber Fleck“ genannt – der Netzhaut betreffen und mit einem allmählichen Funktionsverlust der dort befindlichen Gewebe einhergehen. Die weitaus häufigste Form der Makuladegeneration ist die altersbedingte (oder senile) Makuladegeneration (AMD), die definitionsgemäß erst nach dem 50. Lebensjahr auftritt.

Melatonin

Melatonin ist ein Hormon, das in der Zirbeldrüse (Epiphyse) – einem Teil des Zwischenhirns – aus Serotonin produziert wird und den Tag-Nacht-Rhythmus des menschlichen Körpers steuert.

Myopie

Wird auch Kurzsichtigkeit genannt. Das Auge ist zu lang und/oder die Brechkraft der Augenlinse ist zu stark. Kurzsichtige sehen in der Nähe gut und in der Ferne verschwommen.

Presbyopie

Wird auch Alterssichtigkeit genannt. Mit zunehmendem Alter wird die natürliche Augenlinse härter und unflexibler. Zum Lesen wird eine Lese- oder Gleitsichtbrille benötigt.

Refraktion

Unter Refraktion versteht man das Verhältnis der Brechkraft von Linse und Hornhaut (brechende Medien) zur Achsenlänge des Bulbus (Augapfel). Unterschieden wird die Emmetropie (Rechtsichtigkeit) von der Ametropie (Fehlsichtigkeit).1

1Lang, Gerhard; Augenheilkunde Verstehen − Lernen − Anwenden, Georg Thieme Verlag 1998

Torische Linse

Eine torische Linse ist eine Linse, die in zwei senkrecht zueinander stehenden Richtungen zwei unterschiedliche Brechwerte hat. Torische Linsen werden insbesondere bei Brillengläsern, Kontaktlinsen und Kunstlinsenimplantaten zur Korrektur der Hornhautverkrümmung verwendet.

Visustafel

Die Sehschärfe wird mit Projektionstafeln (Visustafeln) geprüft, auf denen einzelne Sehzeichen in einer bestimmten Entfernung erkannt werden müssen. Es können hierfür verschiedene Sehzeichen verwendet werden. So zum Beispiel Buchstaben, Zahlen oder Ringe.

Wellenfronttechnologie

Um eine Untersuchung von Abbildungsfehlern höherer Ordnung mög­lich zu machen, wurde das Wellenfront­gerät (Aberrometer) entwickelt. Mithil­fe eines solchen Geräts ist es möglich, das Verhalten des Lichts im Auge zu analy­sieren. Die Wellenfront beschreibt eine Kurve von mehreren Lichtstrahlen, die durch die Pupille ins Auge eintreten und als Punktquelle in der Foveola (Punkt des schärfsten Sehens) zurück­strahlen, womit sie zweimal durch das ge­samte optische System des Auges gehen.2 Der lokale Anstieg der Wellenfrontkurve an einem bestimmten Punkt der Pupille wird als Abweichung des Bildpunkts von der Foveola beschrieben, verglichen mit dem Bildpunkt eines idealen optischen Systems.

2Sanchez, Maria J.; Die Wellenfrontanalyse in der ophthalmologischen Diagnostik, Ophthalmologe 2008 · 105:818–824