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Häufige Fragen

Wie bereite ich mich auf die Operation vor?

Ihr Augenarzt überweist Sie zum Hausarzt zur allgemeinmedizinischen Untersuchung. Hier werden z. B. Blutdruck und Herzfunktion überprüft. Das Ergebnis benötigen der operierende Augenarzt und der Narkosearzt, damit die Operation optimal vorbereitet und reibungslos durchgeführt werden kann.

Um die für Sie optimale Intraokularlinse zu bestimmen, führt der Augenarzt noch einige schmerzlose Messungen am Auge durch (z. B. Ultraschall).

Die Operation selbst erfolgt in der Regel ambulant, in einigen Fällen kann ein kurzer Krankenhausaufenthalt (ca. 2–4 Tage) erforderlich sein.

Was kann ich selbst zur schnellen Heilung beitragen?

In Absprache mit Ihrem Augenarzt sollten Sie für einen gewissen Zeitraum nach der Operation folgende Hinweise berücksichtigen:

  1. Vermeiden Sie bitte ein Reiben oder Drücken am frisch operierten Auge.
  2. Wenn möglich, sollten Sie beim Schlafen nicht auf der Seite des operierten Auges liegen.
  3. Bitte üben Sie keine körperlich anstrengenden Tätigkeiten (wie z. B. schweres Heben) aus.
  4. Vermeiden Sie bitte beim Baden, Duschen, Waschen und Rasieren den Kontakt mit Seife o. Ä. am Auge.
  5. Sportarten, die mit Wasserkontakt verbunden sind, sollten in der Heilungsphase nicht ausgeübt werden. Auch Fahrradfahren oder Saunagänge sollten Sie unterlassen.
  6. In den ersten Tagen nach der Operation sollten Sie nicht zu viel lesen, fernsehen oder am Bildschirm arbeiten.
  7. Sprechen Sie bitte mit Ihrem Augenarzt ab, ob bzw. wann Sie während der Heilungsphase Auto fahren können.
  8. Bei Lichtempfindlichkeit kann das Tragen einer Sonnenbrille hilfreich sein.
  9. Vermeiden Sie Zugluft.

Handelt es sich beim grauen Star um eine ansteckende Krankheit?

Nein, keinesfalls. Auch bekommt man einen grauen Star nicht vom vielen Lesen, Handarbeiten oder von vermehrter Bildschirmarbeit. Genauso wenig wächst beim grauen Star ein „Häutchen“ über das Auge.

Spürt man die künstliche Linse im Auge?

Nein, wenn der Heilungsprozess abgeschlossen ist, werden Sie kein Fremdkörpergefühl bemerken.

Was zahlt die gesetzliche Krankenkasse?

Da es sich bei der Therapie eines Grauen Stars um eine medizinisch notwendige Maßnahme handelt, werden die Kosten für die Standardoperation von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Linsen, die eine zusätzliche Korrektur der Lesefähigkeit ermöglichen (multifokale Intraokularlinsen, TECNIS Symfony® IOL) oder Linsen, die eine zusätzliche Korrektur von Hornhautverkrümmungen ermöglichen (torische Intraokularlinsen) können im Rahmen einer sogenannten Mehrkostenregelung durch Selbstbeteiligung des Patienten an den Behandlungskosten implantiert werden. In diesem Fall tragen Sie nur die Mehrkosten gegenüber der Standardversorgung selbst.

Die Kassenleistung der Kataraktoperation geht somit nicht verloren, unabhängig davon, für welches Implantat Sie sich entscheiden.

Kann ich beide Augen "auf einmal" operieren lassen?

Im Allgemeinen wird erst ein Auge operiert. Nach erfolgter Heilung des ersten Auges kann dann das zweite Auge operiert werden.

Warum habe gerade ich diese Erkrankung bekommen?

Der Graue Star stellt – wie auch Falten oder graue Haare – meist eine Alterserscheinung dar. In sehr seltenen Fällen tritt der Graue Star auch in jüngerem Alter auf, beispielsweise im Zusammenhang mit Erkrankungen (z. B. Diabetes) oder der Einnahme bestimmter Medikamente.

Wann bin ich zu alt für diese Operation?

Da es sich im Allgemeinen um eine Operation unter örtlicher Betäubung handelt, ist die Belastung für den Organismus äußerst gering, eine Einschränkung des Alters ist deshalb nicht gegeben.

Wie lange dauert die Operation?

Abhängig von der individuellen Situation am Auge, ist die Operation in etwa 15 bis 30 Min. durchgeführt.

Werde ich Schmerzen haben?

Da die Kataraktoperation in jedem Fall unter Betäubung stattfindet, sind Schmerzen nahezu auszuschließen. Im Allgemeinen wird die Operation unter örtlicher Betäubung durchgeführt, in Ausnahmefällen kann auch zu einer kurzen Vollnarkose geraten werden.

Ist die Implantation einer Intraokularlinse eine sichere Operation?

Jede Operation hat Risiken und mögliche Nebenwirkungen. Ihr Augenarzt wird Ihnen diese im Detail erklären. Allerdings handelt es sich bei der Operation, die bei der Implantation einer TECNIS® Intraokularlinse zum Einsatz kommt, um eine Technik, die weltweit jährlich mehr als 15 Millionen Mal durchgeführt wird.1 Sie ist für ihre Sicherheit und Vorhersagbarkeit bekannt.

Wie lange wird es dauern, bis ich nach der Implantation einer Multifokallinse wieder gut sehe?

Der Heilungsprozess kann von Person zu Person variieren, doch in den meisten Fällen ist praktisch sofort nach der Operation eine Verbesserung des Sehens zu bemerken. Es wird allerdings häufig zu einer Anpassungsphase kommen, in der eine erhöhte Blendempfindlichkeit bemerkbar ist und Lichtkränze um Lichtquellen sichtbar sind. Meist geht dies in den ersten Wochen und Monaten vorüber.

Werde ich nach der Implantation einer Multifokallinse vollkommen ohne Brille auskommen?

Viele Patienten können nach der Implantation der TECNIS® Multifokallinse erheblich besser sehen als vorher. Tatsächlich benötigen neun von zehn Patienten nach der Implantation einer TECNIS® Multifokallinse keine Brille mehr.2

Ist die TECNIS® Multifokallinse für mich geeignet?

Wenn bei Ihnen ein grauer Star festgestellt wurde, könnte die Linse für Sie infrage kommen. Ob die TECNIS® Multifokallinse die richtige Wahl für Sie ist, hängt von Ihren persönlichen Vorlieben, Ihrem Lebensstil und der Gesundheit Ihrer Augen ab. Ihr Augenarzt wird Ihnen nach einer gründlichen Untersuchung Ihrer Augen eine Empfehlung aussprechen.

Referenzen:
1 Market Scope. 2009 Annual Cataract Surgeon Survey. St. Louis, Mo: Market Scope LLC.
2 Multifocal Foldable Acrylic Intraocular Lens [package insert]. Santa Ana, Calif: Abbott Medical Optics Inc.